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4. German Flatlands in Altes Lager

Zum vierten Mal hatten sich diesmal 54 Piloten aus ganz Deutschland beim DCB zum Wettkampf angemeldet. Es standen wieder sechs Winden zur Verfügung, um damit die Piloten für die ost- und norddeutschen Landesmeisterschaften sowie den letzten German Cup Durchgang in den brandenburger Himmel zu bringen. Am ersten Tag montags war kein Task möglich.

Am Dienstag konnte der erste Task über 63,1km mit einer Wende nach rund 2/3 der Strecke angesetzt werden. Die ersten auf Strecke hatten hier viel Mühe und mussten nach jedem Aufdrehen wieder quer zum Wind vorhalten, um die Wende nicht zu verpassen. Robert Bernat war mit seinem U4 Proto früh unterwegs und legte eine gute Zeit hin. Die besser werdenden Bedingungen nutzte die später gestartete Gabi Urban, um mit ihrem Nova Mentor auf einer nördlicheren Route den Wendepunkt direkter und damit das Ziel drei Minuten schneller als Robert zu erreichen. 17 Teilnehmer erreichten das Ziel.

Der zweite Task ging über 70km nach Köthen. Wie von den Locals vorhergesagt war die Elbe, die dort in spitzem Winkel zur Flugroute verläuft, mit ihren weitreichenden Feuchtgebieten ein „Saufloch“ und für viele Piloten ein zu großes Hindernis. Florian Maiwald fand am besten durch oder um die Absaufgebiete bis ins Ziel und gewann den Task. Mit Lokalmatador Rene Pauly und dem jungen Martin Serner standen heute nur drei Piloten im Ziel. Florian übernahm mit diesem Tagessieg die Gesamtwertung vor den DCB-Piloten Rene und Robert. Abends gab es zum alljährlichen Büfett eine dreiköpfige Band, die mal so richtig abrockte und alle begeisterte. Da sprach keiner mehr übers Fliegen, das Freibier schmeckte und die Welt war in Ordnung.

Wegen mäßiger Thermikvorhersagen wurde am Donnerstag eine relativ kurze Aufgabe mit 58km mit Landepunkt Zerbst gewählt. Schon die ersten Schlepps deuteten an, dass der Thermik die Vorhersagen egal sind und es ein grandioser Flugtag wird. Am Ende sorgten 32 Piloten im Ziel für Umsatz bei der Bahn und dauerbesetzt unter der Rückholernummer. Nationalmannschaftspilot Robert konnte heute seine Wettkampferfahrung voll ausspielen und gewann mit 18 Minuten Vorsprung den Task. Damit übernahm er auch die Führung in der Gesamtwertung.

Motiviert durch die Ergebnisse vom Vortag wurde am Freitag eine Aufgabe über knapp 100km nach Stendal ausgeschrieben. Erst nach und nach bauten im heute stärkeren Wind einige Piloten Höhe auf, wobei man aus dem Startzylinder getrieben wurde. Wer keinen „anständigen“ Bart fand flog wieder zurück, musste sich aber hinten einreihen. Zwei Stunden nach Fensteröffnung rissen thermisch bedingte Böen kurz hintereinander zwei Piloten am Startplatz nach hinten. Beim Versuch zu helfen verletzten sich zwei Leute. Deshalb entschied sich Wettbewerbsleiter Henry Maek zum Schließen des Fensters. Bis nach etwa 45 Minuten wieder gestartet werden durfte ließen größere Abschattungen nur noch wenige Piloten auf Strecke. Neun Piloten kämpften sich ins Ziel, Robert als einer der letzten Starter vor der Unterbrechung ließ sich die Führung mit einem „Tausender“ nicht mehr nehmen. Seine Clubkameraden Hagen und Rene setzten ihre Ortskenntnisse um und vervollständigten mit den Plätzen vier und fünf das gute Ergebnis der DCB-Piloten. Ralf Kopp schoss an diesem Tag den Vogel ab, als er als Erster im Ziel nicht landen wollte und den Flug erst nach 220km beendete. Nicht nur er machte nach diesen vier tollen Flugtagen einen großen Satz nach vorne in der Rangliste des Deutschlandpokals.

Die vielen weiten Flüge und die gute Organisation durch den DCB werden sicher auch nächstes Jahr wieder viele Piloten zu den Flatlands locken. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die sich dank der vielen ungenannten Helfer des DCB und befreundeter Vereine voll etabliert hat.

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