...unnuf!

Unser diesjähriges Fest fand wieder auf unserem Vereinsgelände in Oberacker statt. K_Freibier_H (Karl-Heinz = KH) hatte uns eine Fete am Samstag organisiert, die Vereinsmeisterschaft sollte ebenso am Samstag beginnen und mit dem „Hauptfest“ am Sonntag  den Meister 2011 hervorbringen.

Die Vorstandschaf t und der Festausschuss hatte alles wie immer gut vorgeplant. Der Rundbrief war von KH rechtzeitig verteilt worden, so dass jeder wusste an welcher Stelle er gefragt war.

Der Aufbau begann wie gewohnt am Freitag den 09.09.2011 um 1500 Uhr, und wie gewohnt war um 1500 Uhr keine Sau da. Ich hatte meinen Wohnwagen bereits um 1400 Uhr aufgebaut und glaubte um 1520 Uhr am falschen Festplatz zu sein. Dann ging`s bei hochsommerlichen Temperaturen zur Sache: Roland kam mit seinem LKW samt Zeltmaterial. Roland hatte uns noch sein eigenes großes Zelt überlassen, so dass wir eine wirklich großzügige Festanlage aufbauen konnten. In dem „kleineren“ Zelt wurde noch eine Tribüne aus Betoplan-Platten auf EURO-Palletten gebaut, damit die Band für Samstag ordentlich aufbauen und spielen konnte. Die Tribüne war nach einiger Zeit der Benutzung ziemlich wackelig. Am Freitag standen die beiden  Zelte und das Küchenzelt. Die Monatssitzung fand um 1930 Uhr unterm Birnenbaum statt weil die Temperatur im Freien nun erträglich war. Es ging um fehlende Dinge für den nächsten Tag. Kabel, Beleuchtung, Planen und Schraubzwingen zur wasserdichten Verbindung der Zelte. Die Beleuchtung konnte am nächsten Tag jedoch leider keiner mitbringen.

Am Samstag wurden die restlichen Dinge installiert. Biertischgarnituren, Bierbude, Küche, Wasser und Elektrik waren gegen 1200 Uhr fertig.

Endlich durfte geflogen werden. Die Vereinsmeisterschaft begann um 1230 Uhr mit dem Briefing. Die Wettkämpfer(in) schleppten sich durch die Mittagshitze zum Taskboard. Wir hatten nur schwache Blauthermik zu erwarten. Dirk und ich entschieden uns daher keine Streckenaufgabe zu stellen, sondern eine Aufgabe am Platz fliegen zu lassen. Lange oben bleiben und punktgenau landen war die Devise. Die Startfolge wurde gelost. Die Flugdauer wurde von Damian dokumentiert, ebenso der Abstand zum Zielpunkt mit 30 cm Durchmesser. Thomas Hammer hatte sich freiwillig den ganzen Tag auf der Winde durchbraten lassen, RESPEKT! Es ergab sich nur ein kurzes Fenster mit brauchbarer Thermik. Die Flugzeiten waren Maximal 15 – 27 Minuten lang.  Einige trafen den Landepunkt ebenso genau wie graziös, andere trafen in Kamikaze-Manier, Full-Stall-Arschbomben wurden nicht gewertet. Jeder Pilot hatte die Möglichkeit bis zu 3 Wertungsflüge durchzuführen, was angesichts der 25 Teilnehmer zunächst schwer durchführbar erschien, jedoch zum Ende des Tages gelang. Das Zwischenergebnis (ohne Gewähr) wurde vor dem Bandauftritt an der Bühne verkündet. Eine Wertungsliste ist weiter unten angehängt. Jetzt gab es leckeres WenzelBräu. 60 Liter hat KH springen lassen, dazu hat die Live-Rockband HiLo ordentlich eingeheizt. Zur Stärkung haben wir heiße Würstchen und Getränke für 1 € verteilt. Die üblichen Verdächtigen haben dann die Nachtwache übernommen…….

Am Sonntag waren alle pünktlich vor Ort. Jeder an seiner Position stellte einen frühen Festbeginn sicher. Im Küchenzelt wurde ein Boden verlegt um der Hygiene gerecht zu werden, ebenso eine Handwaschgelegenheit. Ich hatte mich gerade am Moderatorenstand eingerichtet, als bereits erste Anfragen kamen: „Kamma do a mitfliega?“ Sicher kann Mann und Frau und Kind… Ticket für 35€ an der Kasse holen, zu mir kommen, in die Liste eintragen und dann mit dem Shuttle geordnet an den Startplatz. Perpetua hat sie dort weiter betreut, KH, Björn und Franz waren die Piloten. Wir haben 28 bezahlte Tandemflüge registriert. Leider war ein Gast bei einer harten Landung am Fuß verletzt worden. Grund war eine Außenlandung an ungewohnter Stelle im Lee, welches im Endteil zu unerwartet hohem Sinken und Durchsacken führte. Die Bewirtung und Bewirtschaftung lief hervorragend, die Stimmung auf dem Fest war sehr gut. Die frühen Weißwürste gingen wieder gut, genauso wie das andere Grillgut, welches komplett weggeputzt wurde. Ein besonderes Schmankerl waren zum Schluss übrigens „die Aufgeblatzde“(, ehemalige zu heisse Würstchen nochmal auf den Grill geworfen).  An diesem Tag war eine Kaltfront mit Regen und Gewitter für 1500 Uhr angesagt. Wir hatten das Glück, dass wir länger vom Regen verschont geblieben sind. Die unklare Wetterlage führte Rückweisungen weiterer Tandemgäste, da wäre also noch mehr drin gewesen. Der Wind wurde in der Höhe gegen 1645 Uhr so stark, dass Björn mit dem Tandem das Seil ausgezogen hat und nach dem Klinken kaum vorwärts kam. Der Wind ließ dann nach 1700 nochmal nach, jedoch kam der Regen nun um 1735 Uhr. Die großen Zelte füllten sich sofort, die meisten Leute wollten noch nicht gehen. Schnell die Fluggeräte ins trockene gesichert und bei der nächsten Regenpause zusammengelegt. Dann rauschte die Kaltfront über uns hinweg. Mit Blitz, Donner, Starkregen und heftigen Sturmböen wurden wir fast vom Platzt gefegt! Der Sturm hat das große Zelt kurz angelupft und so drei Stützen abmontiert. Das Zelt sackte kurz zusammen. In Verbindung mit dem Unwettergetöse kam kurz Panik im Zelt auf. („Wir werden alle sterben……“) Beherzt griffen die Flieger zu und hatten die Situation binnen wenigen Sekunden im Griff. Alles beruhigte sich wieder. Das Wetter sollte eigentlich die Gäste zum Aufbruch animieren…. Tat es aber nicht. Oli sagte zu mir: „Mach mal die Musik aus sonst hauen die nie ab!“ Im Abbauen waren wir ja immer schon fix. Ruck Zuck war alles zusammengeräumt. Es regnete immer noch. Die Zelte konnten wir stehen lassen, da die Nachnutzer diese am Montag selber abbauen durften (Abel`s Schachzug). Im ganzen Festtrubel konnte kein Wettkampf stattfinden, so dass die Wertung vom Vortag, nach Auswertung nun das Endergebnis darstellte. (Siehe Liste) Ein Abschlussgetränk in der Regennassen Bierbude beendete unser Fest 2011. Alle waren sichtlich erschöpft und zufrieden, in Gedanken beim Verletzten Gastflieger natürlich.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen Helfer. Insbesondere an die freiwilligen wie z.B. unsere Jugendlichen, die bei der Bewirtung, am Ausschank, in der Küche oder bei der Flug- und Wettkampforganisation mitgeholfen haben und natürlich an die fleißigen Kuchenbäckerinnen und  Kuchenverkäuferinnen ;-)

Vielleicht dient dieser Bericht auch zur weiteren Optimierung unserer  Festorganisation, mit einer Liste von Verbesserungsvorschlägen im Forum.  So sollten wir beim nächsten Mal an folgendes denken:

  • Rock-Band  wieder einladen
  • Bühne stabiler bauen
  • Nassraumleuchten, Neonröhren mit je 10 m Kabel kaufen
  • Zelt sturmsicher machen
  • ……….noch was ?

UnnNuff !!!

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